Die Eintagsfliegen (Ephemeroptera), auch Maifliegen genannt, bilden eine Ordnung der Fluginsekten. Eintagsfliegen gibt es seit etwa 200 Millionen Jahren. Von weltweit ca. 2800 Arten treten in Mitteleuropa mehr als 100 auf. Einige dieser Arten sind: Theiß-Eintagsfliege, Gemeine Eintagsfliege und Große Eintagsfliege.
Eintagsfliege - Ephemeroptera
Eintagsfliegen erreichen Körperlängen von 3 bis 120 mm. Die Körperfarbe kann gelb oder grau sein. Die Vorderflügel sind größer als die Hinterflügel. In Ruhe sind sie über dem Rücken aufrecht zusammengelegt. Die Flügel sind glasklar und auffallend deutlich geadert und können manchmal dunkle Flecken haben. Die großen Facettenaugen sind in je zwei Bereiche geteilt, wobei der eine nach oben, der andere zur Seite gerichtet ist. Die Mundwerkzeuge (erwachsene Tiere nehmen keine Nahrung auf) sind verkümmert, die Antennen klein. Am Ende des Abdomens befinden sich 2 fadenförmige Anhänge (Cerci) und manchmal zusätzlich ein Terminalfaden. Diese Anhänge sind gegliedert und länger als der Körper. Die Atmung der Tiere erfolgt über Tracheen.
Eintagsfliegen leben immer in der Nähe von Gewässern. Ihre Lebenserwartung reicht von wenigen Minuten bis zu ein paar Tagen. Die Weibchen legen ihre Eier über fließendem oder stehendem Süßwasser ab. Die geschlüpften Larven atmen durch Tracheenkiemen. Sie ernähren sich von Algen, Pflanzenteilen und Kleinkrebsen. Die Entwicklungszeit der Larven umfasst normalerweise 1 Jahr, kann aber (artbezogen) bis zu 3 Jahren betragen. In dieser Zeit häuten sich die Larven bis zu 30 mal. Aus der Larve schlüpfen dann Subimagos, die milchige Flügel haben, und aus denen nach nochmaliger Häutung - die geschlechtsreifen Tiere mit klaren Flügeln hervorgehen. Da das Schlüpfen der Eintagsfliegen gleichzeitig erfolgt, kommt es zu massenhaftem Auftreten.